Raphael Lindlar

Für den aktuellen Nachhaltigkeitspreis werden wieder Ideen mit Bodenhaftung gesucht. Nicht die „Super-Innovation“ oder das neueste Hightech-Produkt retten die Welt, sondern Ideen, die sich in der Praxis bewähren und die von möglichst vielen dauerhaft umgesetzt werden können.

Gerade das Handwerk hat seit jeher eine große Affinität zur Nachhaltigkeit: regionale Produkte und Dienstleistungen, Ressourcenschonung durch Reparatur und Wartung, Handarbeit vor Materialeinsatz und enge Verflechtungen in regionale Netzwerke sind nur einige Beispiele, die dies verdeutlichen. Auch die soziale Verantwortung wird von vielen Betrieben sehr intensiv wahrgenommen. Direkte und indirekte Unterstützung von Vereinen und regionalen Gruppen sowie vielfältiges soziales Engagement sind weit verbreitet. Dazu kommt eine generationenübergreifende Beständigkeit vieler Handwerksbetriebe, die es so nur in diesen kleineren, flexiblen und regional verankerten Strukturen gibt. Mit vergleichsweise wenig nennenswerter Industrie lebt das Flächenland Schleswig-Holstein von diesen kleineren regionalen Strukturen.

Besondere Leistungen und Ideen für die Nachhaltigkeit sollen mit dem Nachhaltigkeitspreis ins Licht gerückt werden. Machen Sie mit und bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt oder machen Sie einen Vorschlag für eine preisverdächtige Initiative. Gute Chancen auf einen Preis haben Projekte, die die drei großen Bereiche der Nachhaltigkeit adressieren: soziale Verantwortung, wirtschaftliche Sicherheit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Die Projekte sollen dabei Vorbildcharakter haben und Mutmacher sein.